Please turn your phone!
Antonia Fabian


Dr. Nachtstrom




MCG Graz: Businessplan bis 2035


Stadt Graz/Foto Fischer

Die MCG Graz will wirtschaftlich wieder auf Kurs kommen. Dafür liegt jetzt ein Businessplan bis 2035 vor, der neue Projekte, zusätzliche Geschäftsfelder und Investitionen in die Infrastruktur vorsieht. Bereits heute generiert die MCG jährlich rund 100 Millionen Euro regionale Wertschöpfung – dieses Niveau soll gesichert und weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig steht das Unternehmen derzeit wirtschaftlich unter Druck. Wie es aktuell um die Messe steht, weiß KPÖ-Finanzstadtrat Manfred Eber.

Ziel ist es, den Messe- und Kongressstandort zu stärken, die Umsätze langfristig deutlich zu steigern, höhere Deckungsbeiträge zu erzielen und den derzeit negativen Cashflow des Unternehmens zu stabilisieren. Um das zu erreichen, konzentriert sich die MCG auf vier zentrale Aufgabenbereiche, wie Geschäftsführer Martin Ullrich erklärt.

Zusätzlich sollen Flächen einige leerstehende Flächen vermietet werden, etwa im Obergeschoss der Halle D, wo künftig Padel-Tennis-Plätze entstehen sollen. Auch für die Halle C ist eine neue Nutzung geplant. 

Um Platz für die geplante Steiermark-Halle zu schaffen, sollen die kleine Halle F und später auch die Halle C abgerissen werden – allerdings erst, wenn der Neubau „hoffentlich Mitte 2029“ eröffnet wird. Die Halle E darf bereits jetzt nicht mehr für Veranstaltungen genutzt werden, der übrige Bestand bleibt vorerst Lagerraum, für den künftig aber auch neue Nutzungen geprüft werden. 

In den vergangenen Tagen und Wochen stand dieser Plan auch in der Kritik anderer Veranstaltungsstätten in Graz. Vertreter der Listhalle sowie der Seifenfabrik befürchten zusätzliche Konkurrenz im ohnehin stark umkämpften Eventmarkt – eine Sorge, die Messe-Chef Martin Ullrich jedoch zurückweist.