Horst Bischof (Rektor Technische Universität Graz), Manuela Raith (Vizerektorin Montanuniversität Leoben), Peter Riedler (Rektor Universität Graz), Andrea Kurz (Rektorin Medizinische Universität Graz) und Georg Schulz (Rektor Universität für Musik und darstellende Kunst Graz) warnten bei einer Pressekonferenz vor den Folgen von Einsparungen bei den Universitäten. Foto: Harry Schiffer
„Das ist kein Sparpaket, das ist ein Kahlschlag“ – mit diesen Worten schlagen Uni Graz, TU Graz, Med-Uni Graz, Kunstuni Graz, sowie die Montanuniversität Leoben Alarm. Die von der Bundesregierung geplanten Budgetkürzungen bedrohen hunderte Arbeitsplätze, verschlechtern die Studienbedingungen und könnten sogar Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung haben. Die Rektorinnen und Rektoren warnen vor massiven Folgen für Forschung, Lehre und den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Rektor der Universität Graz, Peter Riedler:
Den österreichischen Universitäten stehen derzeit 16,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Für die nächste Finanzierungsperiode wurden 18 Milliarden Euro benötigt, , um den Status quo in Forschung und Lehre aufrechterhalten zu können. Vorgesehen sind aktuell nur 15,5 Milliarden Euro. Für die steirischen Universitäten würde das ein Minus von rund 500 Millionen Euro bedeuten.
Die geplanten Kürzungen gefährden Arbeitsplätze, Lehre und Forschung sowie die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte. Damit stehen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs auf dem Spiel, aber auch die Gesundheitsversorgung auf dem Spiel, da die MedUni Graz einen Großteil der Ärztinnen und Ärzte der Region ausbildet. Die Rektorin der Medizinischen Universität Graz, Andrea Kurz:
Laut Rektorin Andrea Kurz wäre ein Verlust junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler langfristig kaum aufzuholen – was in wenigen Jahren abgebaut wird, brauche Jahrzehnte, um wieder aufgebaut zu werden. Die Montanuniversität Leoben warnt angesichts rückläufiger Industrieaufträge vor einem doppelten Einnahmenverlust. An der TU Graz würde das Sparpaket ein Minus von bis zu 36 Millionen Euro pro Jahr bedeuten. Der Rektor der TU-Graz, Horst Bischof:
Auch Seitens der ÖH ist man über die Kürzungen äußerst beunruhig wie uns die 2. stellvertretende Vorsitzende Valentina Simschitz verraten hat:
Einen Appell möchten die Rektor*innen der steirischen Universitäten an die Politik richten:
Für die kommende Woche sind bereits Demonstrationen angekündigt: Am Mittwoch findet eine Protestaktion in Wien statt, am Donnerstag gehen Lehrende und Studierende der steirischen Universitäten in Graz auf die Straße.