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Platte der Woche: Marina - Ancient Dreams In A Modern Land

von Antonia Fabian

Foto: Warner Music

Weniger ist mir, hat sich wohl die Singer/Songwriterin Marina Diamandis gedacht und sich vor drei Jahren für ein Rebranding entschieden: aus Marina And The Diamonds wurde schlicht Marina. Die Britin hat diese Entscheidung damit begründet, dass sie lieber als Mensch statt als künstlicher Charakter gesehen werden will.

Und es sollte nicht die einzige Veränderung im Leben der Musikerin bleiben, denn inzwischen lebt sie in Los Angeles mit. Eigentlich wollte sie dort lediglich ihr fünftes Album "Ancient Dreams in a Modern Land" aufnehmen und dann wieder nach London zurückkehren, doch während des ersten Lockdowns hat die 35-Jährige beschlossen, ganz nach Kalifornien zu ziehen.



Und der Ortswechsel hat dem neuen Longplayer hörbar gut getan: rockig, kantig und explosiv zeigt sich Marina im Jahr 2021. Die thematischen Schwerpunkte reichen von der drohenden Klimakrise über steigende Wohlstandsgefälle, Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und Rassen bis hin zu selbstbestimmtem Verhalten in Beziehungen. Marina hat das Album nicht nur selbst geschrieben, sondern tritt erstmals auch als Co-Produzentin in Erscheinung, neben Songwriter/Producer James Flannigan (Dua Lipa, Hayley Kiyoko) und der Grammy-nominierten Produzentin/Multi-Instrumentalistin Jennifer Decilveo (Bat For Lashes, Hinds).

Marina war mit und ohne Diamonds nie das Popsternchen, zu dem sie manche machen wollten: Auf "Ancient Dreams in a Modern Land" zeigt sie einmal mehr, wie sie ihren Liedern sowohl Eingängigkeit als auch musikalische und vokale Tiefe verleihen kann.

Das neue Werk der gebürtigen Waliserin gibt es hier zu gewinnen.