Foto: Warner Music
Die US-Sängerin Lizzo hat ein neues Album am Start. Bitch heißt der Longplayer, es ist bereits das fünfte Studiowerk der Melissa Jefferson, wie Lizzo bürgerlich heißt.
Wir erinnern uns: 2019 ist Lizzo mit ihrem Song „Truth Hurts“ weltweit durchgestartet. Mit dem Track hält sie laut dem Guiness Buch auch einen Charts-Rekord: in den US-Billboard Charts war es davor und danach noch keiner Rapperin gelungen, länger auf Platz 1 zu liegen (7 Wochen!).
Mit ihren letzten beiden Alben Cuz I Love You (2019) undSpecial (2022) hat sich Lizzo darüber hinaus zum Liebling der Kritiker und Fans gemausert. Die glitzernde Fassade hat aber auch Risse bekommen: so haben ehemalige Tänzerinnen der Künstlerin sexuelle Nötigung, Diskriminierung und ein toxisches Arbeitsklima bei den Live-Shows vorgeworfen. Zwar sind mehrere Klagen in diesem Zusammenhang abgeschmettert worden, richtig entkräftet wurden die Vorwürfe letztendlich aber auch nicht. Auch die Plattenfirma hat wohl kalte Füße bekommen: denn das nun vorliegende Album Bitch hätte eigentlich schon im Vorjahr mit dem Titel „Love In Real Life“ erscheinen sollen. Wie man hört, soll das Label vom kommerziellen Potential der Vorjahres-Singles „Love In Real Life“ und „Still Bad“ nicht so ganz überzeugt gewesen sein. Und so hat Lizzo kurzerhand die beiden betreffenden Songs auf ihr vorigen Sommer erschienenes Mixtape „My Face Hurts From Smiling“ verschoben. Nun also „Bitch“: damit bringt Lizzo auch wieder ihre bekannten Stärken zum Vorschein: funky und tanzbare Songs, clevere Texte und der generelle Mittelfinger gegen ihre Kritiker, was auch am Album-Cover visuell ganz gut dargestellt worden ist.