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Oper Graz: Neue Intendantin ab 2028/29


Stadler/Bwag

Die Oper Graz bekommt ab der Spielzeit 2028/29 eine neue Intendanz. Der Vertrag von Ulrich Lenz, dem amtierenden Intendanten der Oper Graz, wird nicht verlängert. Lenz hatte sich nach der Ausschreibung erneut um die Intendanz beworben und seine Bereitschaft signalisiert, das Haus weiterzuführen. Dass sich die Findungskommission dennoch gegen eine Vertragsverlängerung entschied, kommt überraschend. Unter Lenz hat sich die Oper Graz nach einer schwierigen ersten Saison künstlerisch deutlich weiterentwickelt und mit viel beachteten Produktionen überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. 

Der Neubesetzung ging ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit öffentlicher Ausschreibung voraus. Insgesamt gingen 26 Bewerbungen ein. Eine mit renommierten Opernexpertinnen und -experten besetzte Hearing-Kommission prüfte die eingereichten Konzepte und sprach sich nach den Hearings einstimmig für Marlene Hahn aus. Der Aufsichtsrat folgte dieser Empfehlung und bestellte sie zur Geschäftsführenden Intendantin der Oper Graz ab der Saison 2028/29. Ausschlaggebend waren laut Jury neben ihrem künstlerischen Konzept auch ihre internationale Vernetzung, ihre wirtschaftliche Kompetenz und ihre Erfahrung mit strukturellen Veränderungen. Die Jury- und Aufsichtsratsvorsitzende der Bühnen Graz, Geschäftsführerin des Stadttheater Wien Maria Großbauer:

… der Geschäftsführer der Bühnen Graz, Bernhard Rinner sagt dazu:

Zudem sei laut Rinner auch die finanzielle Situation quälend und stelle eine enorme Herausforderung dar:

Ein weiterer Grund, weshalb die Entscheidung auf Marlene Hahn gefallen ist. Die gebürtige Bayerin ist in Graz keine Unbekannte. Von 2015 bis 2022 war Marlene Hahn als Dramaturgin an der Oper Graz tätig, ehe sie zur Spielzeit 2022/23 als Chefdramaturgin an die Oper Leipzig wechselte. Zuvor sammelte sie unter anderem Erfahrungen an der Bayerischen Staatsoper München sowie an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Ausschlaggebend für ihre Wahl waren laut Hearing-Kommission neben ihrem künstlerischen Gesamtkonzept ihre internationale Vernetzung in der Opernwelt, ihre Verankerung in Graz sowie ihre wirtschaftliche und strukturelle Kompetenz. Angesichts der finanziellen Herausforderungen sei eine Persönlichkeit gesucht worden, die künstlerische Exzellenz mit verantwortungsvollem Management verbinden könne. Die Jury sprach sich schließlich einstimmig für Hahn aus, die mit Beginn der Saison 2028/29 die künstlerische und wirtschaftliche Gesamtverantwortung der Oper Graz übernimmt: