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Dr. Nachtstrom




(Neu-)start ins Berufsleben mit Jugend am Werk


1.400 Jugendliche werden jedes Jahr über Jugend am Werk unterstützt – etwa in einer Überbetrieblichen Lehrausbildung. © Jugend am Werk Steiermark / Miriam Raneburger

Jugend am Werk Steiermark begleitet jährlich rund 2.600 Jugendliche und Erwachsene beim (Wieder-)einstieg in den Arbeitsmarkt. Über vielfältige Qualifizierungs-, Beratungs- und Beschäftigungsangebote können die Teilnehmenden hier ihre Potenziale entdecken. 

„Wir unterstützen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen – von Jugendlichen, die nach der Schulpflicht Orientierung suchen, bis zu älteren Personen, die schon länger keinen Job finden“, erklärt Waltraud Pölzl. Sie leitet den Geschäftsbereich Ausbildung und Arbeitsmarkt bei Jugend am Werk Steiermark. Hier dreht sich alles darum, Menschen auf den steirischen Jobmarkt zu bringen.

Waltraud Pölzl leitet den Bereich Ausbildung und Arbeitsmarkt bei Jugend am Werk Steiermark 
© Jugend am Werk Steiermark / Conny Leitgeb 

Fachkräfte sichern

Die Ausgangssituationen sind dabei sehr unterschiedlich: „Wir arbeiten zum Beispiel mit vielen Jugendlichen, die Schwierigkeiten haben, eine Lehrstelle zu finden“, so Pölzl. Die Lösung dafür kann eine verlängerbare Lehre, eine Teilqualifizierung oder auch eine Überbetriebliche Lehrausbildung sein. „Manche Jugendliche brauchen einfach mehr Unterstützung, um eine Berufsausbildung zu schaffen. Das bieten wir fast in allen Regionen der Steiermark an.“ Aber auch in puncto Berufsorientierung für Jugendliche ist Jugend am Werk gut vertreten – und arbeitet stets kompetenzorientiert.

Stärken ausloten

„Wir loten die Interessen und Stärken der Jugendlichen aus, klären Berufsvarianten ab und nutzen unser breites Betriebskontaktnetz, um etwa Praktika zu organisieren. Das wirkt und bringt langfristig Fachkräfte in die steirische Wirtschaft.“ 
Zusätzlich greift Jugend am Werk auf innovative Methoden zurück: Im Projekt „VR Chances“ können Jugendliche etwa mithilfe von Virtual Reality-Brillen verschiedene Berufe spielerisch ausprobieren und sich zum Beispiel als Elektriker*in oder Köch*in beweisen. „Uns ist wichtig, junge Menschen auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen und für Berufe zu begeistern“, so Pölzl. Im Bewerbungstraining kommt deshalb auch KI zum Einsatz.

Jugend am Werk bietet individuelle Berufsorientierung an. © Jugend am Werk Steiermark / Miriam Raneburger

Stabilisierung

Für erwachsene Arbeitssuchende ist dabei insbesondere die Stabilisierung wichtig, wie Pölzl erklärt. „Diese Angebote richten sich vorwiegend an Menschen, die schon lange nach einem neuen Job suchen. Unsere Mitarbeitenden unterstützen also zuerst dabei, die eigenen Lebensumstände zu stabilisieren.“ 

So werden in Projekten wie MeinRat und ReActivate werden etwa erst Themen wie Gesundheit, Finanzen und Soziales bearbeitet, um die Teilnehmer*innen wieder fit für die Perspektivenentwicklung zu machen. „Das kostet natürlich Zeit, ist aber wichtig, um Menschen nachhaltig wieder eine Chance zu geben und ihnen eine Brücke zurück auf den Arbeitsmarkt zu schlagen“, erklärt Pölzl.

Über gemeinnützige Beschäftigungsprojekte schlägt Jugend am Werk einen Weg zurück auf den Arbeitsmarkt. © Jugend am Werk Steiermark / Koco

Gemeinnützige Beschäftigung

Ein ähnliches Ziel haben auch die Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte von Jugend am Werk Dabei werden Menschen, die mehr als ein Jahr arbeitslos waren, befristet angestellt und qualifiziert, um ihnen später den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Dadurch entstehen gleichzeitig unterschiedliche Services für die Regionen, wie Pölzl beschreibt: „Unsere Transitmitarbeitenden übernehmen zum Beispiel Aufträge im Bereich Grünraum, aber auch Reinigungstätigkeiten sowie Entrümpelungen. Ziel ist es, sich wieder an einen geregelten Arbeitsalltag gewöhnen.“

Mehr dazu unter: www.jaw.or.at

Das Interview mit Waltraud Pölzl gibt's HIER