Vier Geschwister der Familie Cascio werfen Michael Jackson sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit vor. Nun hat ein US-Bundesrichter ihre Klage gegen Jacksons Nachlass abgewiesen. Der Richter hat dabei auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2019 hingewiesen. Darin hatten sich die Geschwister verpflichtet, Streitigkeiten vertraulich in einem Schiedsverfahren zu klären. Die Vorwürfe seien zwar äußerst schwerwiegend, so der Richter, dennoch müsse er die Vereinbarung durchsetzen. Die Geschwister waren mit Jackson aufgewachsen und bezeichneten sich früher als seine „zweite Familie“. 2019 hatten sie erstmals Vorwürfe gegen den verstorbenen Megastar erhoben, nachdem die Doku „Leaving Neverland“ erschienen war. Damals erhielten sie zusammen mit ihrem Bruder Frank rund 3,5 Millionen Dollar – ohne Schuldeingeständnis von Jacksons Nachlass. Die Familie behauptet inzwischen, sie sei zum Abschluss der Vereinbarung gedrängt worden und diese sei deshalb ungültig. Der Nachlass von Michael Jackson weist die Missbrauchsvorwürfe zurück; über die Ansprüche soll nun nicht öffentlich, sondern im Schiedsverfahren entschieden werden.