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Patrick Möstl




Artist of the Week: Die Toten Hosen


Foto: Paul Ripke

Die gute Nachricht: Nach neun Jahren gibt es endlich wieder ein neues Studioalbum von Campino & Co. Die schlechte: Wie die meisten vermutlich bereits wissen, ist es das letzte. Nach "Laune der Natur" heißt es jetzt: "Trink aus, wir müssen gehen!". Campino erzählt:

"Einer hat im Proberaum geschrien: ‚Lasst uns ein letztes Album machen!‘. Keine Ahnung, wer das jetzt genau gewesen ist, jedenfalls war die Begeisterung groß. Wir haben dann gemeinsam beschlossen, noch mal aus allen Rohren zu schießen und rauszuhauen, was geht."

Mal laut, mal leise, mal euphorisch und dann wieder melancholisch, persönlich und politisch - so will man sich auch zum Abschluss präsentieren, und damit repräsentieren, für was die Band seit ihrer Gründung 1982 gestanden ist. Wobei: "Das bedeutet nicht, dass sich die Toten Hosen auflösen! Weil wir Freunde sind, tun wir das erst auf dem Friedhof – [Anm.: die ehemaligen Bandmitglieder] Jochen, Wölli und Faust warten dort schon auf uns. Es geht um etwas anderes: Wir bleiben als Gang bestehen, aber wir werden uns Schritt für Schritt zurückziehen."

Songs wie „Was früher einmal war“ oder „Kein Blatt zwischen uns“ setzen sich dabei direkt mit der eigenen Vergangenheit, Freundschaft und den Menschen auseinander, die die Band auf ihrem Weg begleitet haben. Ergänzt wird das Album durch das umfangreiche Bonuswerk „Alles muss raus!“, auf dem Die Toten Hosen gemeinsam mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern 25 Songs aufgenommen haben, die ihnen besonders viel bedeuten.

Und: natürlich gibt es die Toten Hosen auch noch mal auf Tour. Darunter auch in Graz, nämlich am 23. Juni 2027 am Messegelände.