Please turn your phone!


Platte der Woche: Wanda - selftitled


Foto: Tim Bruening

"Das Album ist draußen. Wir danken euch von ganzem Herzen für die überwältigende Anteilnahme." Das schreibt die Wiener Band rund um Frontmann Marco Michael Wanda auf ihrer Facebook-Seite. Wahrlich, zu feiern gibt es leider wenig, denn vor wenigen Tagen hat man ja den viel zu frühen Tod von Keyboarder Christian Hummer verkünden müssen.

"Unsere Herz'n san schwer - und wir schau'n überm Bett auf die Deck'n": Diese Zeile aus dem Song "Eine Gang" trifft wohl aktuell die Stimmung ganz gut. Bleibt zu hoffen, dass die "vielleicht letzte wichtige Rock'n'Roll-Band unserer Generation" (Zitat aus dem "Musikexpress") ihren erfolgreichen Weg fortsetzen kann, auch, um das Vermächtnis ihres verstorbenen Mitglieds fortzuführen.

Angerichtet dafür scheint jedenfalls alles: Die Popularität der Formation ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen, wie auch ausverkaufte Shows in Deutschland beweisen. Hierzulande ist jedes der letzten drei Alben ("Bussi", "Niente", "Ciao!") auf Platz 1 der Charts gelandet, nur das Debüt "Amore" (2014) musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Und "Wanda" bietet wenig Anlass, dass es diesmal anders laufen sollte: Stücke wie "Die Sterne von Alterlaa" oder auch "Rocking in Wien" flutschen flugs ins Ohr.

Frontmann Michael:
"Der Titel 'Wanda' ist mehr aus der Sehnsucht heraus entstanden, so zu klingen, wie wir klingen wollen und so zu sein, wie wir sein möchten. Beides ist ein Ideal, das sowieso nicht einlösbar ist. Wir befinden uns weiterhin auf dem Weg und streben nach mehr. Wir bestreiten eine Reise als Band, die nicht aufhören darf."

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.