Photo by Bella Newman
Dave Grohl hat sich ja erst unlängst mit seinen Foo Fighters und dem Album "Your Favorite Toy" zurückgemeldet. Jetzt ist seine Tochter an der Reihe. Violet Grohl, vor kurzem 20 geworden, veröffentlicht "Be sweet to me". Dabei sind die musikalischen Einflüsse ihres Papas nicht ganz von der Hand zu weisen.
Schon mit acht Jahren hat Violet das Singen für sich entdeckt und ihren ersten größeren Auftritt dann mit 12 Jahren bei einem Benefizkonzert absolviert, wo sie gemeinsam mit ihrem Vater "When We Were Young" von Adele interpretiert hat. Später ist sie dann mit vielen weiteren Legenden auf der Bühne gestanden, darunter Daves alten Kumpels Krist Novoselic und Pat Smear. Ein Live-Auftritt bei Late-Night-Host Jimmy Kimmel mit Slayer-Schlagzeuger Dave Lombardo war auch schon dabei.
Auch wenn "Be sweet to me" erst das Debüt ist, so gelingt Violet Grohl hier bereits ein erstaunlich reifes Werk. Eine grundsätzliche Grunge-Ästhetik ist dem Ganzen nicht abzusprechen, dafür hat auch Produzent Justin Raisen gesorgt, der schon mit Kim Gordon (Sonic Youth) zusammengearbeitet hat. Die eigentliche Stärke liegt aber in den klugen Arrangements. Wer mal Stücke wie "Applefish", "595", "Thum" oder auch "Cool Buzz" gehört hat, merkt: Hier ist extrem viel Talent vorhanden, von dem wir hoffentlich auch in Zukunft noch einiges zu hören bekommen.
Tour-Termine für Europa gibt es leider vorerst nur wenige, im August ist Violet etwa am Pukkelpop in Belgien oder am Reading Festival zu erleben.