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Dr. Nachtstrom




Platte der Woche: The Black Keys - No Rain, No Flowers


Foto: Jim Herrington

The Black Keys gehören seit über zwei Jahrzehnten zu den prägensten Gesichtern des modernen Bluesrock. Mit dreizehn Studioalben, mehreren Grammy-Auszeichnungen und einem Sound, der Garage-Rock, Soul und Southern-Grooves vereint, haben sich Dan Auerbach und Patrick Carney weit über ihre Heimat Ohio hinaus einen festen Platz in der Musikwelt erspielt. Jetzt melden sie sich mit „No Rain, No Flowers“ zurück – einem Album, das überraschend leichtfüßig, sonnendurchflutet und hoffnungsvoll klingt.

Nach schwierigen Jahren – inklusive abgesagter US-Tour 2024 und Management-Wechsel – schöpft das Duo hörbar neue Energie. Der Titeltrack bringt die zentrale Idee auf den Punkt: Ohne dunkle Phasen kein echtes Licht. Auerbach singt: „The damage is done, it won’t be long till we’re back in the sun“ – ein Statement für Resilienz und den Willen, wieder aufzustehen.

Musikalisch setzen The Black Keys auf vertraute Zutaten, verfeinert mit einem warmen 60s-Psychedelic-Touch. „The Night Before“, „No Rain, No Flowers“, „Babygirl“ und „On Repeat“ erzählen von Katern, Krisen, Liebessehnsucht und emotionalen Endlosschleifen – doch mit treibenden Grooves, Orgeln, Falsett-Hooks und einer Prise Westcoast-Magie klingen sie nie resigniert, sondern nach Aufbruch und Lebenslust. 

„No Rain, No Flowers“ ist kein nostalgisches Abfeiern alter Zeiten, sondern ein frisches, lebendiges Statement. The Black Keys zeigen, dass sie sich neu erfinden können – ohne sich zu verlieren. Und dass in der Musik manchmal genau das entsteht, was man in schwierigen Zeiten am meisten braucht: Hoffnung, Wärme und ein bisschen Sonne.