Als "Klassensprecher einer ganzen Generation" hat man sie schon bezeichnet: OK Kid. Die Band aus Gießen legt zwei Jahre nach dem gefeierten Album "Endlich wieder da wo es beginnt" jetzt ihren neuen Longplayer vor. Auf "Komm, wir bleiben stehen" kultivieren Jonas Schubert, Moritz Rech und Raffael Kühle einmal mehr ihre Mischung Indie-Rock, HipHop und Elektronik.
Die Texte sind gewohnt melancholisch, oft bleibt aber zumindest ein Hoffnungsschimmer - in einer Zeit, die mit ihren vielen Ungewissheiten und Unsicherheiten viele Fragen aufwirft, findet die geneigte Hörerin/der geneigte Hörer hier Trost. Frei nach dem Motto: Auch wenn es draußen grau ist, da hinten am Horizont scheint irgendwo Licht. So könnte man die Stimmungslage auf "Komm, wir bleiben stehen" zusammenfassen. Nach quasi einer Trilogie - "Hoffnung Stirbt 1", Hoffnung Stirbt 2" und "Hoffnung Stirbt 3" - folgen noch weitere Tracks, die durchaus dazu einladen, sich mit dem kompletten Album zu beschäftigen: "Farbfilm", "Hör Nie Auf" oder auch "Rave On". Einmal mehr muss man dem Trio ein gutes Gespür für eingängige Melodien attestieren, dazu kommen kluge Arrangements - und an der modernen Produktion gibt es ohnehin nichts auszusetzen.
Live gibt es OK Kid mit dem neuen Album im Gepäck unter anderem auch am 27. September in der Ottakringer Brauerei.