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Platte der Woche: Holly Humberstone – Paint My Bedrooom Black


Foto: Constantine & Spence

Ein Album auf das die Musikfans schon sehnsüchtig gewartet haben: Paint My Bedroom Black heißt das Debütwerk der Holly Humberstone. Die 21jährige Britin hat uns zuvor schon mit einigen hervorragenden Singles begeistern können, zudem hat sie 2020 und 2021 auch schon zwei EPs vorausgeschickt.

Wie Holly Humberstone auf Instagram schreibt, hat sie die letzten beiden Jahre höchst konzentiert an ihrem ersten vollen Album gearbeitet. Vorausgeschickt hat die Künstlerin im Juli die Single "Superbloodmoon" feat. D4vd; dies ist auch der einzige Gast-Star auf dem Werk, das auf 13 Tracks in die Gedankenwelt der Künstlerin aus London führt. Ungeachtet des Album-Titels versprühen die Songs trotz vorhandener Nachdenklichkeit dennoch viel Hoffnung und positive Messages.

Es ist ein persönliches und emotionales Album, das allerdings nie in den Kitsch abdriftet, was hauptsächlich an der rauchigen, zerbrechlichen Stimme der Holly Humbestone liegt, die stets authentisch klingt. Vom Sound her präsentieren sich die Nummern auf Paint My Bedroom Black auf der Höhe der Zeit. Auf das Schlagwort „Bedroom-Pop“, dass man im Zusammenhang mit Humberstone öfters zu Lesen bekam, lässt sich der Longplayer nicht festnageln. Da wird in unterschiedlichste Richtungen experimentiert: dabei schreckt Humberstone auch vor Autotune (in „Baby Blues“) oder Country-Feeling („Ghost Me“) nicht zurück.

Paint My Bedroom Black“ ist wohl das Coming-Of-Age-Album des Jahres. Aber auch Fans, die diese emotionale Phase des Lebens noch vor sich oder schon hinter sich haben werden an dem Longplayer ihre Freude haben.