Voodoo Jürgens hat ein neues Album: Gschnas heißt das mittlerweile vierte Werk des Sängers. Mit dem Voodoo und seine Begleitband, die Ansa Panier heuer auch ausgiebig auf Konzertreise unterwegs ist.
Durch seinen höchst erfolgreichen Ausflug in die Filmwelt ist der Musiker Voodoo Jürgens in den vergangenen Jahren ja fast ein wenig untergegangen. Für seine Rolle in Andreas Goigingers Spielfilm „Rickerl“ ist Voodoo Jürgens ja unter anderem mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Preisgekrönt ist aber auch die bisherige Musik-Karriere des 42jährigen, mehrere Amadeus-Statuen hat David Öllerer, wie Voodoo bürgerlich heißt bereits eingeheimst. Zuletzt hat der frühere Frontmann von Die Eternias im Jahr 2022 das Album „Wie die Nocht noch jung wor“ veröffentlicht. Vier Jahre später klingt Voodoo Jürgens nun nicht ganz so düster – so öffnet sich der Wiener Musiker auf Gschnas auch in Richtung Pop – wenn auch nur homöopathisch und ohne Verlust von Charakter und Authentizität.
Auf den 11 neuen Tracks gehts thematisch wieder tief ins Voodoo-Universum mit seinen schrulligen Charakteren und bizarren Storys, die manchmal fast zu unterhaltsam sind, um nicht wirklich passiert zu sein. Der Charme und der Schmäh ist noch da: allerdings wirkt Voodoo Jürgens diesmal durchaus abgeklärter und in sich ruhend; ob es bereits die Altersmilde ist oder einfach nur dem Erfolg der letzten Jahre und der Bestätigung durch die Außenwelt geschuldet? Die Produktion von Studio-Guru Wolfgang Lehmann ist grandios, die Ansa Panier rumpelt famos. Die Klang-Reise geht durch die halbe Musikgeschichte von Bob Dylan über Ambros und Tom Waits zu Serge Gainsbourg und zurück.
Live kann man Voodoo Jürgens mit der Ansa Panier erleben: so etwa am 17. April im Forum Gleisdorf oder am 18. April im Fritz Club in Klagenfurt.