Foto: Ernesto Uhlmann
Weiterhin sehr fleißig sind Blond: dieser Tage hat die Band bereits das dritte Album innerhalb von fünf Jahren veröffentlicht. „Ich träum doch nur von Liebe“ heißt das Werk, erschienen bei Beton Klunker Tonträger.
Das Trio aus Chemnitz ist mit dem neuen Album weiter auf Erfolgskurs unterwegs. Schon mit den Vorgängerwerken „Martini Sprite“ (2020) und „Perlen“ (2023) hat man gekonnte den Spagat zwischen Pop-Punk-Rock und politischen Texten geschafft. Inzwischen ist im Vorjahr ja auch das Live-Album "Perlen-Live" erschienen. Auf dem neuen, dritten Studiolongplayer verfeinern Blond nochmal ihr Rezept und liefern 10 energiegeladene Tracks ab, die vor allem textlich so einiges an Abwechslung zu bieten haben. Als Gäste sind Alice Goo von Dream Wife (beim Song „Girl Boss) und Ankathi Koi (auf „Geile Bitch“) am Start.
Die Texte drehen sich – wie auch auf den bisherigen Alben – um Feminismus, Anti-Kapitalismus und Selbstbestimmung. Zwar sind diese Botschaften diesmal nicht mehr ganz so voll-in-die Fresse wie auf den ersten beiden Alben. Aber zumindest halb- bis dreiviertel-in-die-Fresse gibts auch auf „Ich träum doch nur von Liebe“. Auch vor nachdenklichen Momenten (etwa auf „Fliederbusch“) scheuen Blond diesmal nicht zurück. Mit „Bare Minimum“ hat diesmal auch Bassist Johann seinen eigenen Song bekommen. Alles in Allem: ein abwechslungsreiches neues Werk der drei Chemnitzer, die sympathischerweise auch auf den Humor nicht vergessen. Zudem sind die neuen Songs auch recht gut für Live-Auftritte zugeschnitten. Blond sind mit dem neuen Album heuer auch ausgiebig auf Tour unterwegs; Österreich-Shows sind auch dabei: im Juli in Lustenau und im November in Wien.