Reaktionen der Kanditat*innen:
TIESCHEN:
In Tieschen konnte man seine Position halten und musste nur einen minimalen Verlust einstecken. Der amtierende SPÖ-Bürgermeister und Spitzenkanditat im Martin Weber im Interview mit Helene Schwinger:
LEOBEN:
Die SPÖ hat hier die absolute Mehrheit verloren und kommt auf 39,28 Prozent der Stimmen – 2025 sind es noch 45,63 Prozent der Stimmen gewesen. Leobens SPÖ Bürgermeister Kurt Wallner in einer ersten Reaktion:
ST. ANNA AM AIGEN:
In St. Anna am Aigen bleibt die ÖVP mit über 60 % Stimmenanteil klar stärkste Kraft und sichert sich 10 Mandate. Die FPÖ legt deutlich zu und zieht mit 5 Mandaten in den Gemeinderat ein. SPÖ und Grüne bleiben jedoch ohne Mandat. Die ÖVP-Spitzenkanditatin Andrea Pock:
BRUCK AN DER MUR:
Die SPÖ erreicht nur mehr 28,99 Prozent der Stimmen. Das ist eine massive Niederlage für Bürgermeisterin Andrea Winkelmayer, die heute am Wahlsonntag keine Stellungnahme mehr abgibt. Susanne Kaltenegger von der ÖVP könnte mit ihren 27,49 Prozent sogar Bürgermeisterin werden:
Die FPÖ kommt auf 7 Mandate und damit auf 21,21 Prozent der Stimmen. Raphael Pensl ist hörbar stolz auf das Ergebnis:
Update 19.30 Uhr:
Die FPÖ erreichte bei der Gemeinderatswahl 2025 ihr bislang bestes Ergebnis in der Steiermark und konnte in zahlreichen Gemeinden starke Zugewinne verbuchen. Mit Kandidaturen in rund 90 Prozent der Kommunen war die Partei so flächendeckend vertreten wie noch nie. Für FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek ist das Resultat ein klarer Auftrag, künftig noch stärker freiheitliche Politik auf Gemeindeebene zu verankern.
Mit 43,7 Prozent bleibt die ÖVP trotz Verlusten klar stärkste Kraft bei der steirischen Gemeinderatswahl. In 207 von 284 Gemeinden erreichte sie den ersten Platz und sieht darin eine solide Basis und einen Vertrauensbeweis für die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen. ÖVP-Landeshauptmannstellvertreterin Manuela Khom:
SPÖ-Landesparteichef Max Lercher sieht in den Ergebnissen der steirischen Gemeinderatswahl sowohl positive als auch negative Entwicklungen für seine Partei. Während es in einigen Gemeinden schmerzhafte Verluste gab, konnte die SPÖ in anderen Bereichen starke Erfolge erzielen. Lercher betont die Bedeutung lokaler Persönlichkeiten und die unterschiedliche Dynamik in den Gemeinden. Er kündigt an, Erfolge zu feiern, Verluste aber genau zu analysieren und daraus zu lernen, um die Glaubwürdigkeit der SPÖ weiter zu stärken und die Lebensrealität der Menschen in der Steiermark zu verbessern.
Die Grünen konnten bei der Gemeinderatswahl nicht an das Ergebnis von 2020 anschließen und verzeichneten leichte Verluste. In einer Gemeinde erreichten sie dennoch den ersten Platz – ein Achtungserfolg, der zeigt, dass punktuell grüne Themen auch auf kommunaler Ebene Anklang finden. Die Grüne-Clubobfrau Sandra Krautwaschl:
Die NEOS verzeichnen bei der steirischen Gemeinderatswahl ein historisches Ergebnis und konnten ihre Mandate mehr als verdoppeln – mit nun 29 Gemeinderät:innen sind sie so stark vertreten wie noch nie. Besonders in einzelnen Gemeinden wie Ramsau, wo NEOS zweitstärkste Kraft wurde, sieht Landessprecher-Stv. Philipp Pointner ein klares Signal für Reformwillen, Transparenz und bürgernahe Politik. Der NEOS-Fraktionsvorsitzende Philipp Pointner:
Die KPÖ musste bei der Gemeinderatswahl 2025 im Vergleich zu ihrem historischen Ergebnis von 2020 deutliche Verluste hinnehmen und hält nun 23 statt 39 Mandate. Während sie in kleineren Gemeinden teils den Wiedereinzug verpasste, konnte sie in ihren Hochburgen wie Leoben, Trofaiach oder Mürzzuschlag ihre Position behaupten. KPÖ-Chefin Claudia Klimt-Weithaler:
Update 17.00 Uhr:
Die steirischen Gemeinderatswahlen sind geschlagen. Bis auf Graz wurde in allen 284 steirischen Gemeinden ein neuer Gemeinderat gewählt. Zur Erinnerung: Die ÖVP tritt in 282 Gemeinden an, die SPÖ in 267, die FPÖ in 258, die Grünen in 104, NEOS in 37 und die KPÖ in 34 Gemeinden. Namenlisten gibt es bei dieser Wahl insgesamt 72. Bei der steirischen Gemeinderatswahl 2020 erreichte die ÖVP 47,18 %, gefolgt von der SPÖ mit 31,86 % und der FPÖ mit 8,20 %. Die Grünen kamen auf 4,75 %, die KPÖ auf 1,64 %, NEOS erzielte 0,42 % und Namenslisten sowie sonstige Listen gemeinsam 5,95 %; die Wahlbeteiligung lag bei 62,61 %.
Wie sich das Kräfteverhältnis fünf Jahre später entwickelt hat, zeigen nun die Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2025:
Die ÖVP bleibt klar auf Platz eins, musste jedoch Verluste hinnehmen. Die SPÖ konnte ihre Position nicht halten, während die FPÖ stark zulegen konnte und deutlich an Präsenz gewonnen hat. Kleinere Parteien wie die Grünen, NEOS und KPÖ erreichten stabile, teils leicht rückläufige Ergebnisse.