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16 Tage gegen Gewalt an Frauen


Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen erinnern weltweit daran, dass geschlechtsspezifische Gewalt noch immer eine der verbreitetsten Menschenrechtsverletzungen ist. In dieser Zeit wird das Schweigen gebrochen, Betroffene erhalten Sichtbarkeit und Unterstützungsangebote rücken in den Fokus. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für Respekt, Gleichberechtigung und ein Leben ohne Gewalt. Warum diese 16 Tage so wichtig sind erklärt die Grüne Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Frauen und Gleichstellung, Veronika Nitsche:

Ziel ist es, gesellschaftliche Strukturen sichtbar zu machen, die Gewalt ermöglichen oder begünstigen, und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Durch Information, Prävention und solidarisches Handeln soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem Frauen sicher und selbstbestimmt leben können. Für Betroffene ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht allein sind: Neben anonymen Beratungs- und Notrufstellen bietet etwa die Gewaltambulanz die Möglichkeit, Verletzungen kostenlos und gerichtsverwertbar dokumentieren zu lassen – auch ohne sofortige Anzeige. Wenn man im Freundes- oder Familienkreis Anzeichen von Gewalt bemerkt, sollte man Betroffene bestärken und unterstützen – viele trauen sich selbst nicht, Hilfe zu holen. Man kann sie begleiten, etwa auch in die Gewaltambulanz, damit sie diesen Schritt nicht allein machen müssen:

Auch das „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung, weil immer deutlicher wird, dass das bisherige Sexualstrafrecht viele Betroffene unzureichend schützt. Noch immer hängt ein Schuldspruch häufig davon ab, ob sich ein Opfer aktiv zur Wehr gesetzt hat – etwas, das in einer Schocksituation oftmals nicht möglich ist. Ein modernes, konsensbasiertes Sexualstrafrecht würde klarstellen, dass sexuelle Handlungen nur dann rechtmäßig sind, wenn alle Beteiligten ausdrücklich zustimmen, und damit einen wichtigen Schritt zur Stärkung sexueller Selbstbestimmung und zum besseren Schutz von Frauen und Mädchen setzen. Dafür setzen sich jetzt auch die Grünen ganz besonders ein: